Freiburg West
Ernst Lavori     
Ernst Lavori

Mietspiegel

Der seit März 2007 in Kraft getretene neue Mitspiegel in Freiburg führt, je nach Betroffenheit der verschiedenen Stadtteile, zu großen Verärgerungen vieler Mieter. Die AFB setzte dafür gezielt eine Arbeitsgruppe ein, die jetzt in der letzten Mitgliederversammlung im Stadtteil Vauban, darüber ausführlich berichtete. Bemängelt wurden dort die Zu- und Abschläge der einzelnen Stadtteile, da dies zu grobmaschig gehandhabt wurde und z. B. keinen Unterschied in Herdern zwischen den begehrten Hanglagen oder der vielbefahrenen Habsburgerstraße oder entlang der Bahnlinie vorsieht. Auch die Zuschläge der Wohnmerkmale, nahe der Gastronomie oder Kino wird mit Zuschlägen versehen, obwohl allgemein bekannt ist, dass hier eher mit Lärmbelästigungen zu rechnen ist. Die Mängelliste des Mietspiegels zieht sich von den Ausstattungsmerkmalen, Baualter der Mietopjekte bis zu den Basismerkmalen durch. Auch wenn man dem Freiburger Mietspiegel eine seriöse Absicht unterstellt, bleiben dennoch viele Ungereimtheiten, die die Arbeitsgruppe vorwiegend in der örtlichen Unkenntnis der Gutachter vermutet. Freiburg mag sich zwar gerne großstädtisch geben, aber die Verhältnisse sind nicht so. Nur die Lebenshaltungskosten in Freiburg haben bisher Großstadtnivau erreicht, aber die Verdienstmöglichkeiten, vorwiegend im Dienstleistungsgewerbe, hinken weit den Großstädten hinterher. Den meisten Ärger über den Mietspiegel und dessen Umsetzung, verursacht nach Ansicht der AFB Mitgliedsvereine, vor allem die Freiburger Stadtbau, die den Mietspiegel konsequent und rigoros umsetzt. Dort setzt man anscheinend mehr auf gerichtlichen Auseinandersetzungen, anstatt sich mit den Mietern auf eine gütliche Regelung zu einigen.
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